HOME
ÜBER UNS
NEWS
FAQ
SPENDER


INFO
VERFAHREN
ERFAHRUNGEN
SPENDENKONTO


MITHILFE
PATIENTEN
KONTAKT
REGISTRIEREN
ADRESSÄNDERUNG
IMPRESSUM
DATENSCHUTZ
  
WIE WERDE ICH STAMMZELL-
BZW. KNOCHENMARK-SPENDER?


           4. PBSC-Spende
Die derzeitige Standardmethode zur Gewinnung von Blutstammzellen ist die Separation aus dem Blutkreislauf nach medikamentöser Vorbehandlung .Sie findet ambulant in der Aphereseambulanz des Düsseldorfer Universitätsklinikums statt.

Vorbehandlung: Damit die Konzentration der blutbildenden Zellen im Kreislauf des Spender erhöht wird, bekommt dieser ab dem 4. Tag vor der Spende tägliche Injektionen des Medikaments "Lenograstim". Als wesentliche Nebenwirkungen dieses Medikaments können Kopf- und Gliederschmerzen sowie körperliche Abgeschlagenheit auftreten. Sie klingen spätestens zwei Tage nach der Spende vollständig ab.

Der Vorgang der Spende: Im Normalfall wird das Blut aus einer Armvene entnommen und unter Zusatz blutgerinnungshemmender Mittel in einem kontinuierlichen Durchflussverfahren in einem Zellseparator aufgetrennt. Ein Teil der Blutstammzellen wird aus dem zirkulierenden Blut abgefiltert, alle übrigen Blutbestandteile fließen kontinuierlich über eine andere Armvene zum Spender zurück. Dieser Vorgang dauert in der Regel drei bis fünf Stunden, in seltenen Fällen ist am folgenden Tag eine zweite Sitzung notwendig. Über Risiken und eventuelle Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der PBSC-Spende wird der Spender bei der medizinischen Voruntersuchung ausführlich informiert.


5. Die Knochenmarkspende (Stammzellen aus dem Knochenmark)
In selteneren Fällen wird noch das ursprüngliche Spendeverfahren, die Knochenmarkentnahme, als operativer Eingriff durchgeführt. Unter Vollnarkose wird dem Spender mit Hilfe spezieller Hohlnadeln flüssiges Knochenmark aus dem Beckenknochen entnommen. Der Körper bildet dieses Knochenmark innerhalb von vier bis sechs Wochen wieder neu. Bei diesem Verfahren ist ein stationärer Aufenthalt von 48 Stunden in der Düsseldorfer Universitätsklinik nötig.

Risiken der Operation: Das größte Risiko bei diesem Eingriff besteht in der Allgemeinnarkose während der Operation, wesentliche Nebenwirkungen sind Schmerzen im Bereich des Beckenkammes (Entnahmestelle) sowie körperliche Abgeschlagenheit einige Tage nach dem Eingriff (mehr Informationen hierzu ebenfalls bei der Medizinischen Voruntersuchung).

Knochen- und Rückenmark: Der Begriff Knochenmark darf nicht mit dem Rückenmark verwechselt werden!
Knochenmark ist blutbildendes Gewebe, das in nahezu allen Knochen (z. B. dem Beckenknochen) vorkommt. Das Rückenmark liegt innerhalb des Wirbelsäulenkanals und ist Teil des Nervensystems, welches nicht transplantiert werden kann.


6. Nach der Spende
Selbstverständlich steht die KMSZ dem Spender auch nach der Spende bei allen Fragen zur Verfügung. In regelmäßigen Abständen werden Sie von uns kontaktiert, um Langzeitbeschwerden ausschließen zu können.

Auf Wunsch kann auch eine Kontaktaufnahme mit dem Patienten ermöglicht werden. Dies ist allerdings abhängig von den gesetzlichen Vorgaben des jeweiligen Landes, in dem der Patient lebt.

1. Sich als Spender registrieren lassen
Als freiwilliger Spender von Blutstammzellen oder Knochenmark können sich alle gesunden volljährigen Personen bis zum Alter von 55 Jahren registrieren lassen. Eine Liste mit möglichen Ausschlusskriterien finden Sie hier.

Wenn die Entscheidung gefallen ist, Stammzell- bzw. Knochenmark-Spender zu werden, ist es nur noch ein kleiner Schritt, in die Spenderdatei aufgenommen zu werden. Mit einer ausgefüllten Einverständniserklärung und nach der Abgabe eines Abstrichs der Wangenschleimhaut (Anleitung) wird der freiwillige Spender registriert. Auf eine Blutprobe kann heute verzichtet werden, denn die Zellen der Mundschleimhaut reichen als Gewebeprobe aus.

In seiner Einverständniserklärung (mit jederzeitigem Rücktrittsrecht) erklärt der Spender seine grundlegende Bereitschaft zur freiwilligen, unentgeltlichen Blutstammzellspende sowie zur Speicherung seiner Daten und der Gewebemerkmale ausschließlich in der Spenderzentrale Düsseldorf.


2. Zur Verfügung stehen
Die Einverständniserklärung beinhaltet außerdem die Zustimmung zur Weitergabe dieser Daten in anonymisierter Form an nationale und internationale Transplantationszentren. Die Daten stehen dort ständig für Anfragen aus der ganzen Welt zur Verfügung. Wenn Sie also bereits in einer anderen Knochenmarkspenderdatei registriert sind, brauchen Sie sich nicht erneut registrieren zu lassen. Ihre Daten sind in diesem Fall bereits erfasst.

Wenn zwischen Ihren Gewebemerkmalen und denen eines Patienten eine Übereinstimmung besteht, werden Sie bei Bedarf wegen einer Blutprobe angeschrieben, aus der weitere Gewebemerkmale typisiert werden. Dieser Zeitpunkt ist nicht vorhersagbar. Wenn auch die zweite Untersuchungsstufe Übereinstimmung zwischen Spender- und

Empfängermerkmalen zeigt, wird mit Hilfe spezieller Labormethoden der Kreis der eventuell in Betracht kommenden Spender weiter eingeengt. Zu diesem Zeitpunkt werden die Spender um ihr Einverständnis gebeten, sich auf bestimmte Viruserkrankungen wie Gelbsucht und HIV testen zu lassen.


3. Informationsgespräch und medizinische Untersuchung
Wenn der geeignete Spender gefunden ist, wird er zu einem ausführlichen Informationsgespräch mit einem vom Transplantationszentrum unabhängigen Arzt eingeladen. Bei diesem Termin erfolgt eine eingehende ärztliche Untersuchung, um jedes Risiko für den Spender und Empfänger auszuschließen. Erst jetzt gibt der potentielle Spender seine endgültige Zustimmung zur Entnahme der Blutstammzellen. Wenn Sie möchten, können Sie zu diesen Gesprächen einen Freund oder ein Familienmitglied mitbringen.

Im Folgenden wird dann geklärt, welcher Typ von blutbildenden Zellen benötigt wird - entweder direkt aus dem Knochenmark oder aus dem Blutkreislauf (PBSC Spende genannt).