1. Sich als Spender registrieren lassen
Als freiwilliger Spender von Blutstammzellen oder Knochenmark können sich alle
gesunden volljährigen Personen bis zum Alter von 55 Jahren registrieren lassen.
Wenn die Entscheidung gefallen ist, Stammzell- bzw. Knochenmark-Spender zu werden, ist es nur noch ein kleiner
Schritt, in die Spenderdatei aufgenommen zu werden. Mit einer ausgefüllten
Einverständniserklärung und nach der Abgabe eines Abstrichs der Wangenschleimhaut
wird der freiwillige Spender registriert. Auf eine Blutprobe kann heute verzichtet werden,
denn die Zellen der Mundschleimhaut reichen als Gewebeprobe aus.
In seiner Einverständniserklärung (mit jederzeitigem Rücktrittsrecht) erklärt
der Spender seine grundlegende Bereitschaft zur freiwilligen, unentgeltlichen
Blutstammzellspende sowie zur Speicherung seiner Daten und der Gewebemerkmale
ausschließlich in der Spenderzentrale Düsseldorf.
2. Zur Verfügung stehen
Die Einverständniserklärung beinhaltet außerdem die Zustimmung zur Weitergabe
dieser Daten in anonymisierter Form an nationale und internationale
Transplantationszentren. Die Daten stehen dort ständig für Anfragen aus der
ganzen Welt zur Verfügung. Wenn Sie also bereits in einer anderen Knochenmarkspenderdatei
registriert sind, brauchen Sie sich nicht erneut registrieren zu lassen.
Ihre Daten sind in diesem Fall bereits erfasst.
Wenn zwischen Ihren Gewebemerkmalen und denen eines Patienten eine Übereinstimmung
besteht, werden Sie bei Bedarf wegen einer Blutprobe angeschrieben, aus der weitere
Gewebemerkmale typisiert werden. Dieser Zeitpunkt ist nicht vorhersagbar.
Wenn auch die zweite Untersuchungsstufe Übereinstimmung zwischen Spender- und
Empfängermerkmalen zeigt, wird mit Hilfe spezieller Labormethoden der Kreis der
eventuell in Betracht kommenden Spender weiter eingeengt. Zu diesem Zeitpunkt
werden die Spender um ihr Einverständnis gebeten, sich auf bestimmte
Viruserkrankungen wie Gelbsucht und HIV testen zu lassen.
3. Informationsgespräch und medizinische Untersuchung
Wenn der geeignete Spender gefunden ist, wird er zu einem ausführlichen Informationsgespräch
mit einem vom Transplantationszentrum unabhängigen Arzt eingeladen. Bei diesem Termin erfolgt
eine eingehende ärztliche Untersuchung, um jedes Risiko für den Spender und Empfänger
auszuschließen. Erst jetzt gibt der potentielle Spender seine endgültige Zustimmung zur
Entnahme der Blutstammzellen. Wenn Sie möchten, können Sie zu diesen Gesprächen einen Freund
oder ein Familienmitglied mitbringen.
Im Folgenden wird dann geklärt, welcher Typ von blutbildenden Zellen benötigt wird - entweder
direkt aus dem Knochenmark oder aus dem Blutkreislauf (PBSC Spende genannt).
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